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100 Jahre VDP

 

Als Spezialist des deutschen Weines ist für uns in diesem Jahr ein Jubiläum von ganz besonderer Bedeutung: der „Verband Deutscher Prädikatsweingüter“ (VDP) feiert seinen 100. Geburtstag und ist damit die älteste Weingütervereinigung der Welt!

„…der VDP und seine nach strengen Kriterien ausgesuchten Mitglieder sind heute das Bollwerk der Qualität gegen alles, was den Wein in einer globalisierten Welt beliebig und künstlich macht.“ heißt es auf der Homepage des VDP, auf der Sie alles Wichtige zum Jubiläumsjahr finden:

http://www.vdp.de/de/vdp-die-praedikatsweingueter/

Wie ernst man es mit Qualitätsansprüchen nimmt, verdeutlicht allein die Tatsache, dass von ca. 16.000 deutschen Winzern gerade einmal 196 Aufnahme in den VDP gefunden haben. Das größte Verdienst der letzten Jahre ist sicher die Einführung der „Grossen“ und „Ersten Gewächse“.

Die VDP-Weingüter vom Weinladen Schmidt

Weingut J.J. Adeneuer (Ahr), Weingut Gerhard Aldinger (Württemberg), Weingut Salwey (Baden), Weingut Seeger (Baden – seit dem 1. 1. 2010 Mitglied im VDP – wir gratulieren!), Weingut Hans Wirsching (Franken), Weingut Emrich-Schönleber (Nahe), Weingut Dr. Crusius (Nahe), Weingut Künstler (Rheingau), Weingut Robert König (Rheingau), Weingut Wittmann (Rheinhessen), Weingut Kühling-Gillot (Rheinhessen), Weingut Battenfeld-Spanier (Rheinhessen), Weingut Reichsrat von Buhl (Pfalz), Weingut Philipp Kuhn (Pfalz), Weingut Koehler-Ruprecht (Pfalz), Weingut Reinhold Haart (Mosel), Weingut Karthäuserhof (Mosel), Weingut Bernard Pawis (Saale-Unstrut).

Was bedeutet das Logo?

Während der Adler auf der Flaschenkapsel den Wein eines VDP-Mitgliedes ausweist, ist dies das Symbol für einen Wein aus „Ersten Lagen“. Ist ein Wein aus „Ersten Lagen“ trocken, heißt er „Grosses Gewächse“, im Rheingau „Erstes Gewächs“. Ist er fruchtsüß, bekommt er zusätzlich zum jeweiligen Prädikat die Auszeichnung „Erste Lage“.

Was sind denn "Erste Lagen"?

„Öchsle allein machen keinen guten Wein“ und „Qualität entsteht im Weinberg und nicht im Keller“ – diese zwei Winzersprüche könnten bei Einführung der Weine aus „Ersten Lagen“ Pate gestanden haben, denn sie schenken dem Weinberg als prägendem Entstehungsort des Weines die angemessene Beachtung. Ein großer Wein hat immer „mehr Weinberg als Winzer im Blut“ und ist die Summe aus Terroir und Winzerphilosophie.
Die „Ersten Lagen“ sind die besten Weinbergslagen Deutschlands. Das wichtigste Kriterium ist eine Lagenklassifizierung, die sich teilweise an historischen Weinbergskarten orientiert. Nur die hochwertigsten und für das jeweilige Anbaugebiet typischen Rebsorten sind zugelassen. Dazu kommen noch strenge Qualitätsauflagen und eine sensorische Prüfung.
Der VDP sagt dazu: „Die hochwertigsten Terroirs sind parzellengenau abgegrenzt und bestimmten Rebsorten und Geschmacksprofilen zugeordnet. Ertrag maximal 50 hl/ha, selektive Handlese, Mostgewicht mindestens Spätlese, Vermarktung ab 1. September, Rotweine ein Jahr später“.
Bei Weinen aus „Ersten Lagen“ wird unterschieden in die die trockenen „Großen Gewächse“, die im Rheingau „Erste Gewächse“ heißen und in fruchtsüße Prädikatsweine (von der Spätlese bis zur Trockenbeerenauslese).

Welche traditionellen Rebsorten sind zugelassen?

Ahr: Spätburgunder, Frühburgunder, Riesling
Baden: Riesling, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Spätburgunder
Franken: Riesling, Silvaner, Weißer Burgunder, Spätburgunder
Hessische Bergstraße: Riesling
Mittelrhein: Riesling
Mosel: Riesling
Nahe: Riesling
Pfalz: Riesling, Weißer Burgunder, Spätburgunder
Rheingau: Riesling, Spätburgunder
Rheinhessen: Riesling, Spätburgunder
Saale-Unstrut: Riesling, Silvaner, Weißer Burgunder, Spätburgunder
Sachsen: Riesling, Weißer Burgunder, Spätburgunder
Württemberg: Riesling, Spätburgunder, Lemberger