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Weinlexikon: DAC

Districtus Austriae Controllatus

„Ohne Herkunft keine Zukunft“ könnte das Motto für die Einführung der DAC-Weine lauten. In Anlehnung an das französische Appellationssystem (AOC) wird eine identitätsstiftende Herkunft des Weines betont und stärker gewichtet als die Zuckergradation und die Rebsorte. „Herkunft macht unverwechselbar, während Chardonnay, Riesling und Merlot in vielen Ländern wachsen könnten“, argumentiert die ÖWM, die an der Entwicklung des DAC-Konzeptes maßgeblichen Anteil hat. Für einen DAC-Wein als Repräsentanten eines Weinbaugebiets kommen nur hochwertige, regionaltypische Rebsorten in Betracht. Mit dem DAC-Prädikat verbunden ist ein bestimmter Weinstil, Alkoholgehalt und Ausbau. So besteht ein „Weinviertel DAC“ ausschließlich aus Grünem Veltliner, ist stets trocken ausgebaut, hat einen Mindestalkoholgehalt von 12 Vol.-% und darf weder Holz- noch Botrytistöne aufweisen. Zudem gibt es noch eine sensorische Prüfung des gebietstypischen Geschmacksprofils. Das Weinviertel war mit dem Jahrgang 2002 das erste DAC-Gebiet, es folgten das Mittelburgenland (mit dem Blaufränkisch), das Traisental (mit Veltliner und Riesling) und als bislang letztes das Kremstal (Grüner Veltliner).