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Unsere Neuentdeckung: Das Weingut Hirsch

 

Die wohl schönsten Mitbringsel unserer Weinreise ins Alpenland sind die Weine des charismatischen Johannes Hirsch, der uns mit einem über die Schmerzgrenze hinausgehenden Qualitätsstreben und einer selten erlebten Konsequenz beeindrucken konnte. Der Hirsch ist schon ein schräger Vogel: Wenn er ’was für richtig hält, zieht er es durch, ohne Rücksicht auf Verluste. Er war einer der ersten in Österreich, der komplett auf den STELVIN-Drehverschluss setzte (wir können bezeugen, dass er seinen Weinen gut tut!). Das einflussreiche Falstaff-Magazin sah den Untergang des Abendlandes gekommen und ließ sich gar zu einem Kaufboykott der Hirschweine hinreißen. Hirsch egal! Nicht schräg genug? Kurz nachdem „Vinum“ ihn zum besten Rotweinerzeuger des Kamptals kürte, erntete er keine Rotweintrauben mehr, sondern nur noch fragende Blicke. Er ersetzte die roten Sorten durch Veltliner und Riesling. Gaisberg und Heiligenstein verlangen eben danach. Diese und nur diese beiden Weine will er machen! Aber was heißt schon machen: „Der Winzer darf sich nicht über die Natur setzen“, sagt der biodynamisch arbeitende Hirsch und „Wein muss zugelassen werden, nicht gemacht.“ Was Hirsch und seine Spitzenlagen Heiligenstein und Gaisberg zulassen, ist großartig!