Einen Flaschenwurf vom Savignyplatz entfernt findet man eine gastronomische Institution der City-West: das sachs. Wer sich hier bei der zahlreich vorhandenen lokalen Konkurrenz behaupten will, braucht vor allem ein klares Konzept und spürbares Engagement. Und davon ist im sachs reichlich vorhanden. Das legere frankophile Ambiente bezeugt die Philosophie der Geschäftsführer Anja Ruttkowski, Oliver Liebmann und Alexander Thiel: sich einfach mal verwöhnen lassen in einer ungezwungenen Atmosphäre.
Der großzügige Raum wirkt im Eingangsbereich eher wie ein Bistro, während sich der hintere Bereich als gemütliches Restaurant präsentiert. „Wir wollen, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und mehr als einmal die Woche kommen“, sagt Anja Ruttkowski. Der Ort scheint mit seinem unaufgeregten Flair etwas „Filmreifes“ zu haben: Jodie Foster und Roman Polanski waren schon da oder Halle Berry und Jürgen Vogel. Das sachs ist eben kein Schickimicki-Schuppen… Ein augenfälliger Vorzug ist der Service: sehr freundlich und vor allem kompetent. Kein Wunder, denn studentische Aushilfskräfte sind im sachs tabu. Hier setzt man ausschließlich auf Fachpersonal! Anja Ruttkowski, die es in einigen Wanderjahren unter anderem nach London, Washington D.C. und Zermatt zog und die seit 2003 mit dem sachs eine Heimat in der Heimatstadt fand, hat eine Leidenschaft entdeckt, die uns sehr sympathisch ist: den Wein, insbesondere den deutschen. Ihr verdanken wir auch eine mit vielen reizvollen Entdeckungen aufwartende Weinkarte sowie spannende Weinabende (einen Tipp von uns finden Sie oben neben dem Bild).
Das konsequent durchgehaltene Prinzip von Küchenchef Alexander Thiel lautet: abwechslungsreiche Gerichte und kompromisslose Frische. Neben Klassikern wie Kalbsleber und Wiener Schnitzel sind vor allem die einem gar nicht so spanisch vorkommenden Tapas (sehr lecker: Lachstatar!) des sachs in aller Munde. Für den „Publikumspreis“ dürfte vor allem der beliebte Sonntagsbrunch ein Favorit sein. Erst recht, wenn man auf den Plätzen draußen auf der Knesebeckstraße die Strahlen der Frühlingssonne gratis mit dazubekommt.
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