Sie sind hier: 

>> Unsere Weingüter  >> Deutschland  >> Mosel 

  |  

Impressum

  |  

AGB

  |  

Kontakt

  |  

Preisliste

  |  

Newsletter-An-/Abmeldung

  |

Weingut von Othegraven

O wie ist das schön!

Kühle Eleganz mit Publikumsjoker
Früher hieß das Anbaugebiet, in der das Weingut von Othegraven liegt, offiziell „Mosel-Saar-Ruwer“. Für die Wahrnehmung der Verbraucher bedeutete das meist: die Mosel führt Hochwasser, Saar und Ruwer sind kleine Rinnsale. Heute schreibt das Weingesetz den Begriff „Mosel“ vor. Das aber wird dem Stil der Othegrav’schen Weine ungefähr so gerecht, als würde man den „Wer wird Millionär?“-Moderator mit Thomas Gottschalk verwechseln. In eine Identitätskrise können die Gewächse des Hauses freilich nur bei „Etikettentrinkern“ geraten. Von Othegraven, das ist 100% Riesling und 100% Saar! Die Geschichte des Weinguts lässt sich bis ins 16. Jahrhunderts zurückverfolgen und geht in ihrem Auf und Ab als Spiegelbild der gesamten Region durch. Die Einzellagen des Hauses: der Ockfener Bockstein, die Wiltinger Kupp und allen voran der Kanzemer Altenberg gehören zu den besten Weinbergen an der Saar. Welch hohe Wertschätzung sie seit jeher genießen, mag die Weinkarte des „Casino Coblenz“ aus dem Jahre 1908 illustrieren: Während eine Flasche 1893er Lafite, schon damals das wohl ruhmreichste Bordeaux-Château, für 3 Goldmark zu haben war, musste der Weinfreund für einen Canzemer (Altenberg) oder eine Wiltinger Kupp Auslese des Jahrgangs 1904 schon 5 bis 6 Goldmark hinlegen.
Die Saar gilt als kleine, kühle Schwester der Mosel. Zwar dominiert auch hier der (Devon-)Schiefer, doch auf Grund der niedrigeren Temperaturen verzögert sich der Reifeprozess und ermöglicht eine spätere Lese. Das Ergebnis sind in jeder Beziehung voll ausgereifte Trauben, die den Weinen eine kühle Eleganz, eine geschliffene Mineralität, eine subtile Kräuterwürze und ein seltenes Reifepotenzial verleihen. Seit Mitte der Neunziger knüpft das VDP-Gründungsmitglied wieder an glorreiche alte Zeiten an und wurde von Kellermeister Andreas Barth und Inhaberin Dr. Heidi Kegel an den angestammten Platz unter den Spitzenerzeugern der Saar zurückgeführt. Die verdienstvolle Ärztin, die es vor ihrer „Weinkarriere“ nicht mit Genuss-, sondern mit Schmerzmitteln zu tun hatte, übergab im vergangenen Jahr das Weingut an Günther Jauch. Für den Fernsehmoderator dürfte das eine oder andere önologische Phänomen den Schwierigkeitsgrad einer „Millionenfrage“ haben und doch hat er einen persönlichen Bezug zum Weingut: Jauchs Großmutter war eine geborene von Othegraven; ihr Bruder Maximilian hatte das Gut 1925 von seinen Vorfahren Grach-Weißebach übernommen. Als Kind war Günther Jauch oft in Kanzem bei Onkel Max und Tante Maria zu Gast und stromerte über das wunderschöne Gelände. „Ich gehe das schon mit Ehrgeiz an“, sagt der Medienprofi, der sehr wohl weiß, dass es beim Wein nicht auf Quote und schnellen Erfolg ankommt. Bei seiner neuen Herausforderung kann er sich auf natürliche Kräfte und ein eingespieltes Team verlassen. Spannende Unterhaltung!

 

Sie interessieren sich für dieses Weingut und möchten eine Liste der aktuell verfügbaren Weine?
Sie haben Fragen oder Wünsche? Dann schreiben Sie bitte an folgende Adresse: christoph.arend@weinladen.com